Rydr – Fahr-, Sicherheits- und Family-Regeln
Version 1.0 · Stand: 29. September 2026 · Ergänzung der Nutzungsbedingungen
1. Vor jeder Fahrt
Prüfen Sie Fahrerperson, Fahrzeug, verfügbare Sitze, Treffpunkt, Zeit und Fahrtrichtung. Eine Hinzusage ist nicht automatisch eine Rückfahrzusage. Sprechen Sie Gepäck, besondere Bedürfnisse und erforderliche Kindersitze direkt ab. Ein berechneter Sitzplatz bedeutet nicht, dass ein passender Kindersitz oder ein barrierefreier Zugang vorhanden ist.
Fahrende prüfen ihre Fahrerlaubnis und Versicherungsdeckung für das konkrete Fahrzeug und die beabsichtigte Nutzung. Rydr stellt keine Motorfahrzeugversicherung und keine separate Unfall-, Gepäck- oder Ausfallversicherung bereit. Gesetzliche Haftungsansprüche bleiben bestehen.
Eine bestätigte E-Mail, Gruppenrolle, ein Profilbild oder eine Fahrzusage sind keine Identitäts-, Führerausweis-, Strafregister- oder Sicherheitsprüfung durch Rydr. Klären Sie Unsicherheiten vor dem Einsteigen.
2. Sicherheit im Fahrzeug
Fahren Sie nicht unter beeinträchtigendem Einfluss von Alkohol, Drogen, Medikamenten oder Übermüdung. Verwenden Sie das Gerät nur verkehrssicher und gesetzeskonform. Sicherheitsgurte und vorgeschriebene Kinderrückhaltesysteme müssen benutzt werden; die tatsächliche Sitzkapazität darf nicht überschritten werden.
Bedrohungen, Belästigungen, diskriminierendes Verhalten, sexualisierte Ansprache und unberechtigte Aufnahmen anderer Personen sind untersagt. Niemand muss bei begründeten Sicherheitsbedenken einsteigen oder eine Fahrt fortsetzen. Unterbrechen Sie eine Fahrt nur an einem sicheren Ort. Kinder und hilfsbedürftige Personen dürfen dabei nicht ohne angemessene Betreuung zurückbleiben.
3. Zusagen, Absagen und Abholungen
Nehmen Sie zugesagte Fahrten ernst und teilen Sie vorhersehbare Probleme unverzüglich mit. Ändern Sie den Status in Rydr, sobald dies sicher möglich ist. Informieren Sie Betroffene bei zeitkritischen Änderungen direkt; der Versand einer Push-Nachricht beweist nicht, dass diese gelesen wurde.
Erscheint jemand nicht, versuchen Sie die Person oder den Organisator zu erreichen und organisieren Sie bei Bedarf eine Alternative. Rydr stellt keine Ersatzbeförderung oder Abholbereitschaft bereit. Die Haftungsregeln der Nutzungsbedingungen und gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt.
4. Unfälle und dringende Vorfälle
Sichern Sie die Situation, leisten Sie erforderliche Hilfe und kontaktieren Sie bei Bedarf die zuständigen Notfalldienste. In der Schweiz erreichen Sie die Polizei unter 117, die Feuerwehr unter 118 und die Sanität unter 144. Rydr-Support und Benachrichtigungen ersetzen keinen Notruf.
Melden Sie relevante Vorfälle anschliessend an admin@rydr.site. Teilen Sie nur erforderliche Angaben mit und veröffentlichen Sie keine Unfallbilder oder persönlichen Vorwürfe in öffentlichen Gruppen. Rydr übernimmt nicht die Aufgaben von Polizei, Rettungsdiensten oder Versicherern.
5. Kinderprofile und Berechtigungen
Ein Kinderprofil darf nur durch eine sorge- oder anderweitig rechtmässig vertretungsberechtigte Person eingerichtet und verwaltet werden. Die Verbindung mit einem eigenen Konto des Kindes muss ebenfalls berechtigt erfolgen. Eltern- und Organisationsrollen in Rydr ersetzen keine gesetzliche Vollmacht. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge oder bestehenden Anordnungen sind die tatsächlichen Berechtigungen zu beachten.
Family-Funktionen ersetzen weder Aufsicht noch Abholberechtigung. Die verantwortlichen Erwachsenen müssen klären, wer das Kind übergibt, wer es befördert und wer es am Ziel übernimmt. Ein Kind darf nicht allein wegen einer automatischen Zuteilung an eine unbekannte Person übergeben werden.
Eine Fahrzusage in der Elternfunktion bezieht sich auf die erwachsene Fahrerperson. Sie ermächtigt nicht automatisch zur Mitnahme weiterer Kinder.
6. Fahrerwechsel und Rückfahrt bei Kindern
Die verantwortlichen Erwachsenen müssen sich vor der Fahrt über die Fahrerperson oder einen klar abgegrenzten zulässigen Fahrerkreis verständigen. Klären Sie Änderungen ausserhalb dieses Kreises erneut mit den berechtigten Personen. Diese Abstimmung muss gegebenenfalls ausserhalb der App erfolgen; eine angezeigte Zuteilung ersetzt sie nicht. Ohne geklärte Berechtigung unterbleibt die Übergabe.
Klären Sie die Rückfahrt und das Vorgehen bei Ausfall gesondert. Organisatoren und verantwortliche Erwachsene sorgen im Rahmen ihrer übernommenen Aufgaben dafür, dass ein Kind nach einer Absage oder einem Event nicht ohne zuständige Betreuung bleibt. Der Umfang ihrer Aufsicht richtet sich nach den tatsächlichen Vereinbarungen und gesetzlichen Pflichten.
Die Fahrerperson verantwortet die sichere Beförderung und den korrekten Einsatz der vorgeschriebenen Rückhaltesysteme. Der Kindersitzbedarf hängt von den anwendbaren Regeln und dem konkreten Kind und Fahrzeug ab. Die Sitzplatzanzahl in Rydr beantwortet diese Frage nicht.
7. Informationen über Kinder
Geben Sie Wohn-, Schul-, Gesundheits- und Routinedaten von Kindern nur weiter, soweit dies für den konkreten Zweck notwendig und zulässig ist. Beachten Sie bei Fotos und anderen Inhalten die Rechte des Kindes. Medizinische Einzelheiten gehören nicht in allgemein sichtbare Freitextfelder; notwendige Besonderheiten sollten direkt mit den zuständigen Personen abgestimmt werden.
Nutzen Sie Kontakt-, Standort- und Fahrinformationen nur im Rahmen Ihrer Berechtigung. Eine Eltern- oder Organisationsrolle berechtigt nicht zu sachfremder Kontaktaufnahme oder zu beliebiger Überwachung. Beachten Sie Alter, Urteilsfähigkeit und Persönlichkeitsrechte des Kindes. Die Datenschutzerklärung erläutert die Datenbearbeitung durch Rydr.
8. Busse und externe Fahrerpersonen
Organisator und Fahrerperson prüfen bei Bussen die Fahrzeugkategorie, Fahrerlaubnis, Sicherheitsausstattung, zulässige Personenzahl, Versicherungsdeckung und allfällige Bewilligungspflichten. Die Bezeichnung einer Fahrt als privat und eine eingegebene Sitzplatzanzahl ersetzen diese Prüfung nicht. Gewerbliche Beförderung ist nicht Teil des Rydr-Angebots.
Der Organisator klärt, ob ein gemeinsamer Treffpunkt oder einzelne Abholorte gelten. Externe Fahrerpersonen ohne Rydr-Konto müssen ausserhalb der App zustimmen und erreichbar sein. Der Organisator übermittelt ihnen den aktuellen Plan und Änderungen auf zulässigem Weg. Wird ein Bus oder eine Fahrerzusage zurückgezogen, sind Besetzung und Alternativen neu zu klären.